Zwangs-/ Zwangsspektrumsstörungen

Wiederkehrende Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen kennzeichnen das Erscheinungsbild der Zwangsstörung.
Zwangshandlungen „müssen" immer wieder ausgeführt werden, obwohl die Betroffenen meistens wissen, dass dies übertrieben oder sinnlos sind.
Zwangsgedanken sind Gedanken, Bilder oder Impulse, die sich immer wieder aufdrängen und von den Betroffenen als angstmachend, unangenehm oder abstossend empfunden werden. Daher schämen sich viele Betroffene für diese Gedanken, zumal sie nicht ihre wirklichen Überzeugungen und Einstellungen widerspiegeln. Häufig folgen solchen Gedanken Zwangshandlungen, um das entstehende unangenehme Gefühl zu vermindern.
Zu den Zwangsspektrumsstörungen zählt man verschiedene weitere Erkrankungen, die ebenfalls durch den Drang gekennzeichnet sind, ein bestimmtes Verhalten immer wieder zwanghaft auszuführen. Hierzu gehören unter anderem die Trichotillomanie (zwanghaftes Haareausreissen), Kaufsucht, Internetsucht und andere Verhaltenssüchte. 

Symptome

Häufige Zwangshandlungen sind mehrfaches Kontrollieren, Waschen, Nachfragen, Lesen des gleichen Textes sowie Sammeln oder Ordnen von Dingen.
Mögliche Inhalte von Zwangsgedanken sind: die wiederkehrende Befürchtung, sich oder Anderen Schaden zuzufügen oder für eine Katastrophe verantwortlich zu sein; Befürchtungen, sich oder Andere zu beschmutzen oder zu infizieren; sich aufdrängende „verbotene" Gedanken mit sexuellem oder religiösem Inhalt. 

Beratung und Therapie

Wir führen ausführliche Abklärungen durch und besprechen die Ergebnisse und die Therapieoptionen individuell mit den Betroffenen. Im Hause wird eine individuell angepasste kognitive Verhaltenstherapie im Einzel- und auch im Gruppensetting angeboten. Bei Bedarf und wenn gewünscht in Kombination mit einer medikamentösen Behandlung. Wenn sinnvoll und vom Betroffenen gewünscht, können Angehörige oder nahe Bezugspersonen in die Abklärung und Therapie einbezogen werden. Es wird individuell besprochen, ob wir die Behandlung bei uns durchführen oder den Patienten an andere Therapeuten / Institutionen vermitteln.

Kooperation

Eine enge Zusammenarbeit besteht insbesondere mit der Schweizerischen Gesellschaft für Zwangsstörungen (www.zwaenge.ch) und mit niedergelassenen Kollegen.

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