Somatoforme Störungen

Somatoforme Störungen sind gekennzeichnet durch das Auftreten von körperlichen Beschwerden, für welche trotz genauer Untersuchungen keine (ausreichende) organische Ursache gefunden werden konnte. Zwar finden sich immer wieder auffällige Befunde, die die belastenden Beschwerden teilweise erklären können, dies jedoch nicht im vollen Ausmass. Betroffene hören oft, dass „sie nichts haben", sodass sie sich unverstanden fühlen, den nächsten Arzt aufsuchen oder zunehmend verzweifelt und hoffnungslos werden. Die Beschwerden bestehen häufig monate- oder sogar jahrelang und in der Folge können sich Depressionen entwickeln. 

Symptome

Die häufigsten somatoformen Symptome sind Schmerzen, Müdigkeit und Erschöpfung sowie Verdauungsprobleme. Dabei können somatoforme Symptome in unterschiedlichen Organsystemen auftreten und sich entsprechend in Kopf-, Brust-, Bauch-, Rücken- und Gelenkschmerzen sowie Schmerzen in den Armen oder Beinen wie auch Übelkeit, Erbrechen, Schluckbeschwerden, Völlegefühl, Durchfall, häufigen Wasserlassen, Druckgefühl in der Herzgegend oder im Bauchraum, Herzklopfen oder Herzrasen, Schweissausbrüchen, Hitzewallungen, Erröten und Atemnot äussern.
Zu den somatoformen Störungen werden verschiedene Krankheitsbilder wie die Somatisierungsstörung, die hypochondrische Störung (Krankheitsangst), die somatoforme autonome Funktionsstörung und die anhaltende somatoforme Schmerzstörung gezählt.

Beratung und Therapie

Vor jeder Behandlung findet eine fundierte Abklärung statt, die Fragen zur Art und Entstehung der Beschwerden sowie zu den Einschränkungen im Alltag, die Beurteilung bisheriger Untersuchungs- und Behandlungsergebnisse und eine eingehende Besprechung der eigenen Bewältigungsstrategien und der Therapiemotivation beinhaltet.
Sofern der Patient eine Behandlung wünscht und diese aus medizinischer Sicht sinnvoll erscheint, stehen an unserer Klinik verschiedene Therapiemöglichkeiten in Form von Psychotherapie (in erster Linie kognitiv-verhaltenstherapeutischer Ansatz), Entspannungsverfahren (ambulante Entspannungsgruppe), Biofeedback und medikamentöser Behandlung zur Verfügung.

Kooperation

Sollte eine Behandlung an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie aus Kapazitätsgründen nicht möglich sein, können Patienten nach der Diagnostik und Beratung an erfahrene niedergelassene Therapeuten vermittelt werden. 

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