Schlafstörungen

Bis zu 35% der Bevölkerung leiden aus unterschiedlichen Gründen an Schlafstörungen. Die Gruppe der Schlafstörungen umfasst isolierte, sogenannte primäre Schlafstörungen sowie sekundäre Schlafstörungen, die im Rahmen einer somatischen oder psychiatrischen Erkrankung auftreten können.

Symptome

Die Insomnie (anhaltende Einschlaf-, Durchschlafschwierigkeit oder nicht erholsamer Schlaf) sowie die Hypersomnie (exzessive Schläfrigkeit trotz langem Schlaf) stellen die häufigsten Schlafstörungen dar.
Die Gruppe der Schlafstörungen umfasst aber auch viele weitere Erscheinungsbilder, unter anderem Schlafwandeln, Albträume sowie einige neurologische und pneumologische Erkrankungen (z.B. Narkolepsie, Schlafapnoe, Restless Legs). 

Beratung und Therapie

Vor jeder Behandlung findet eine fundierte Abklärung statt, die Fragen zur Art und Entstehung der Beschwerden sowie zu den Einschränkungen im Alltag, die Beurteilung bisheriger Untersuchungs- und Behandlungsergebnisse sowie eine eingehende Besprechung der eigenen Bewältigungsstrategien und der Therapiemotivation beinhaltet. Insbesondere geht es um mögliche emotionale Ursachen oder Teilursachen der Schlafstörung. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit einer labortechnischen Ergänzung der Abklärung in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Neurologie sowie der Pneumologie im Hause im Rahmen der interdisziplinären Schlafsprechstunde des USZ.
Der Abklärung folgt ein Beratungsgespräch hinsichtlich Möglichkeiten und Umfang einer allfälligen Behandlung. Je nach Störungsbild kann diese gesprächsorientiert im Sinne einer Einzel- oder Gruppentherapie (PDF) oder eher medikamentenzentriert sein. In den häufigsten Fällen ist jedoch ein kombiniertes therapeutisches Vorgehen notwendig. Die Behandlungen werden bei uns durchgeführt oder wir vermitteln die Patienten nach der Diagnostik und Beratung an erfahrene niedergelassene Therapeuten.

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Kooperation

Im schlafmedizinischen Zentrum haben sich verschiedene Fachbereiche zusammengeschlossen, um so unseren Patienten eine optimale Behandlung bieten zu können. In der wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Schlafkonferenz werden Einzelfallbesprechungen durchgeführt, wobei von den jeweiligen Spezialisten der einzelnen Fachgebiete (Psychiatrie, Pneumologie und Neurologie) unter Beachtung der zur Verfügung stehenden Informationen gemeinsam ein individuelles Therapiekonzept erarbeitet wird.

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