Folter- und Kriegstraumata

Das Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer (AFK) bietet schwer traumatisierten Menschen aus dem Flüchtlingsbereich psychiatrisch-psychotherapeutische Abklärung und Behandlung an.

Symptome

Menschen, die durch Folter, Krieg und Vertreibung traumatisiert wurden, leiden in der Regel an verschiedenen Beschwerden, die Psyche, Körper und soziale Beziehungen beeinträchtigen können. Oft werden die regulären Behandlungsangebote der Schwere und Vielfalt dieser Beschwerden nicht gerecht. Auch wegen sprachlicher und kultureller Barrieren kommt häufig keine angemessene Behandlung zustande.

Beratung und Therapie

Das AFK bietet Betroffenen sozialpsychiatrische und psychotherapeutische Hilfe an. Das Angebot richtet sich an erwachsene Personen, die in der Schweiz leben - ungeachtet ihres Aufenthaltsstatus. Die durchgeführten Therapien sind ausschliesslich ambulant. Kassenpflichtige Leistungen werden über die Krankenversicherung abgegolten. Die übrigen Angebote werden über Drittmittel respektive Kooperationspartner finanziert. 

Das AFK versteht sich als spezialisierte Institution, welche sich einerseits an aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen und anderseits an einem individualisierten ganzheitlichen Behandlungsansatz orientiert. Das Therapiekonzept beinhaltet entsprechend den oft vielschichtigen Herausforderungen unterschiedliche Verfahren. Neben verschiedenen Psychotherapiemethoden kommen je nach Bedarf auch körperorientierte Ansätze wie Bewegungs- und Physiotherapie, Medikamente und sozialarbeiterische Unterstützung zum Einsatz. Ergänzend führt das AFK Angebote zur Förderung der sprachlichen- und der Arbeitsintegration.

Kooperation

Das Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer (AFK) ist Teil des Zentrums für Belastungsstörungen (ZEBS) und wurde 2003 als Gemeinschaftsprojekt des UniversitätsSpitals Zürich (USZ) und des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) gegründet. 2009 übernahm das USZ das Ambulatorium als Teil des öffentlichen Versorgungsauftrags, es wird aber weiterhin vom SRK unterstützt. Das AFK Zürich steht über dem nationalen Verbund „Support for Torture Victims" mit Partnerorganisationen in Bern, Genf, Lausanne und St. Gallen  im Austausch.

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Informationen zur Postraumatischen Belastungsstörung (PTSD)

Infoblatt PTSD Deutsch (PDF)
Infoblatt PTSD Englisch (PDF)   
Infoblatt PTSD Albanisch (PDF)
Infoblatt PTSD Bosnisch (PDF)  
Infoblatt PTSD Französisch (PDF)
Infoblatt PTSD Farsi (PDF)         
Infoblatt PTSD Türkisch (PDF)

Weitere Links

Schweizerisches Rotes Kreuz (SRK)
Support for Torture Victims
Schweizerisches Arbeiterhilfswerk SAH
Kantonale Fachstelle für Integrationsfragen