Störungen der Geschlechtsidentität / Transsexualismus

Am UniversitätsSpital Zürich ist das Gender-Dysphorie-Team für die interdisziplinäre Begleitung/Behandlung von Menschen mit Schwierigkeiten im Bereich der Geschlechtsidentität und deren Angehörigen zuständig. Das Team wird von Fachpersonen aus den Kliniken für Gynäkologie, Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie, plastische Chirurgie, Psychiatrie und Psychotherapie, und Reproduktionsendokrinologie gebildet. Aus historischen Gründen wird das Gender-Dysphorie-Team von den Kolleginnen/Kollegen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie geleitet. Sie koordinieren die Transititionsbegleitung von gender-dysphorischen Personen im Spital. Das Gender-Dysphorie-Team hat sich auf die Behandlung von erwachsenen Personen ab einem Alter von 18 Jahren spezialisiert. Jüngere Klientinnen/Klienten werden von den Kolleginnen/Kollegen des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes bzw. am Kinderspital Zürich betreut.

Symptome

  • Fragen/Unsicherheiten/Probleme im Bereich der Geschlechtsidentität
  • Unsicherheiten, Ängste oder Verstimmungen im Rahmen von Transitionsbehandlungen
  • Psychiatrische und/oder psychosoziale Probleme nach erfolgter Transition

Beratung und Therapie

Das Gender-Dysphorie-Team im Allgemeinen und die psychiatrische Sprechstunde im Speziellen stützen ihre Behandlung auf die gemeinsam verfassten Richtlinien (PDF). Darin sind die wichtigsten konzeptionelle Überlegungen und therapeutischen Schritte des interdisziplinären Vorgehens erläutert. Bei Transitionen empfiehlt und bevorzugt das Gender-Dysphorie-Team eine Begleitung „aus zwei Händen". Hierbei werden Transgender-Personen einerseits von einer psychotherapeutischen Fachperson in Wohnortsnähe für die „Alltagsprobleme" andererseits durch das Gender-Dysphorie-Team bei der somato-psychischen Transition im eigentlichen Sinne begleitet.

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Kooperation

Das Gender-Dysphorie-Team zeichnet sich durch seine Interdisziplinarität aus. Die Kolleginnen/Kollegen der oben genannten Fächer stehen in einem regelmässigen Austausch. Sollten im Verlauf der Transition weitere somatische Fragestellungen (Dermatologie, Kardiologie, Infektiologie etc.) entstehen, so besteht die Möglichkeit, hausinterne Spezialistinnen/Spezialisten herbeizuziehen.