Affektive Störungen

Affektive Störungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und gehen hauptsächlich mit einer Veränderung der Stimmungslage, entweder als Niedergedrücktheit (Depression und Dysthymie) oder als gehobene Stimmung (Hypomanie und Manie), einher. Zusätzlich kommt es meist zu einer Veränderung im Antrieb und Aktivitätsniveau des Betroffenen. Dabei zeigen affektive Erkrankungen häufig einen episodenhaften und rezidivierenden Verlauf, indem sie nach längeren Phasen der Beschwerdefreiheit wiederholt auftreten können. Daneben gibt es auch anhaltende affektive Störungen (Dysthymie und Zyklothymie). Insgesamt gehören affektive Störungen zu den psychischen Erkrankungen, die in der Regel erfolgreich behandelt werden können.

Symptome

Neben depressiven Hauptsymptomen mit gedrückter Stimmung, Antriebs- und Energielosigkeit sowie Freude- und Interessenverlust können Betroffene auch an weiteren Beschwerden wie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Ängsten, Nervosität und Anspannung, Appetitverlust, Schlafstörungen, Schmerzen, Atem-, Herz-Kreislauf- oder Magen-Darm-Beschwerden leiden.
Als Gegenpol hierzu stehen manische Symptome wie sorglose Heiterkeit, übertriebene Unternehmungslust, Rededrang, ein geringes Schlafbedürfnis, Selbstüberschätzung und übermässige Geldausgaben. Nahezu alle Patienten, die solch eine manische Phase erlebten, leiden auch an depressiven Phasen. Man spricht dann von einer manisch-depressiven bzw. bipolaren affektiven Störung.

Beratung und Therapie

Vor jeder Behandlung findet eine fundierte Abklärung statt, die Fragen zur aktuellen Situation, den aktuellen Beschwerden, der Krankheitsentwicklung, der Biographie und der sozialen Situation beinhaltet. Die angebotenen Behandlungen orientieren sich in unserer Klinik an kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansätzen und werden individuell angepasst. Die Behandlung der Depression kann als Einzel- sowie als Gruppen-Psychotherapie erfolgen, bei Bedarf und Wunsch des Betroffenen auch in Kombination mit einer antidepressiven oder stimmungsstabilisierenden Medikation. Darüber hinaus bieten wir Lichttherapie und Biofeedback an.

Kooperation

Sollte eine Behandlung an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie aus Kapazitätsgründen nicht möglich sein, können Patienten an erfahrene niedergelassene Therapeuten oder an andere Institutionen vermittelt werden.

Affektive Störungen.png