Personen, die an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden («post-traumatic stress disorder», PTSD), haben ein Ereignis überstanden, welches ihr Leben oder ihre körperliche Integrität bedrohte. Häufig rufen solche Erlebnisse kurzfristig heftige emotionale Reaktionen hervor wie z.B. Angst, Hilflosigkeit oder Grauen.
Auslöser von PTSD:
- Schwere Unfälle
- Terrorismus und Entführungen
- Körperliche u. sexuelle Gewalt
- Folter
- Naturkatastrophen
- Technische Katastrophen
- Kriegerische Ereignisse
Typische Symptome sind: Wiedererleben (Flashbacks, Angstträume, ständige Erinnerung), Vermeiden von Orten, Situationen und Gedanken, die an das Trauma erinnern, eingeschränkte Gefühle sowie allgemeine Stress-Symptome.
Wenn diese länger als einen Monat andauern, kann die Diagnose einer PTSD gestellt werden. Eine PTSD kann in jedem Alter auftreten.
PTSD-Information für Patienten
Eine "Info-Broschüre über die psychischen Folgen von Traumatisierungen zum Download" finden Sie nachstehend in folgenden Sprachen: albanisch bosnisch deutsch englisch farsi französisch italienisch türkisch
Beratung und Therapie
Die Therapie wird an die individuelle Situation der Patientin oder des Patienten angepasst. Verschiedene therapeutische Elemente werden eingesetzt:
Psychotherapie: Die Patientin oder der Patient wird angeleitet, sich mit Hilfe sogenannter Expositionsverfahren mit dem traumatischen Erlebnis auseinanderzusetzen und die damit verbundenen unangenehmen Emotionen (noch einmal) zu durchleben.
Medikamente: Moderne Antidepressiva können die oft ausgesprochen quälenden Symptome lindern.
Andere Massnahmen: Oft kann die Physiotherapie einen wichtigen Beitrag zur Heilung leisten. In manchen Fällen ist auch sozialarbeiterische oder juristische Hilfe erforderlich.
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